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Die BeWo wird Energie-Riese

Bergen. Wer vor dem Eingang zum Haus 4 am Sarnoweg steht, sieht nichts. Zumindest nichts von dem vielen Geld, das hier in den vergangenen Tagen verbaut wurde. Dabei startet die Wohnungsbaugesellschaft BeWo genau hier ihren Einstieg in ein neues Geschäftsfeld: Das stadteigene Unternehmen will zum Ökostrom-Riesen werden – und auf den Dächern des Stadtteils Rotensee billige, klimafreundliche Energie aus der Sonne produzieren.

Für den Auftakt hat sich die BeWo einen Partner ins Boot geholt: Siegfried Schefter, im Hauptberuf Geschäftsführer des Versicherungskontors Martens & Prahl aus Stralsund, investiert hoch über dem Sarnoweg knapp 350000 Euro aus der eigenen Tasche. „Ich sichere hier meine Rente“, sagt der Geschäftsmann und Blickt auf die langen Reihen voller Solarmodule. Insgesamt vier Dächer in Rotensee har er von der BeWo gemietet und mit modernen Photovoltaik-Anlagen ausgestattet. „Der Strom aus der Sonne wird direkt ins Netz eingespeist, dafür gibt es dann Geld von den Stromversorgern. Die Investition lohnt sich ab dem ersten Tag.“

Die BeWo selbst plant noch einige Nummern größer: „ Wir wolle insgesamt 15 Dächer mit eigenen Anlagen ausstatten. Möglichst noch in diesem Jahr“, kündigt BeWo-Geschäftsführer Gerd Zander an. Gut eine Million Euro will er für das Projekt „Sonnenstrom“ ausgeben. Auch Zander ist davon überzeugt, das die BeWo-Gelder hoch über Rotensee gut angelegt sind: „Wir wollen bis zu 0,5 Megawatt Strom produzieren.“ Das würde sogar für bis zu 120 Haushalte reichen. „Außerdem sparen wir auf diesem Wege gut und gerne 400 Tonnen an CO²- Emissionen pro Jahr ein. Eine saubere Sache.“

Errichtet und betreut wird die Technik von der Firma „ATA Solar“: „Vorpommern ist die Boom-Region für Sonnenenergie“, berichtet Thomas Haack. „in diesem Jahr errichten wir in der Region Anlagen mit einer Gesamtleistung von drei Megawatt.“
Das Thema Klimaschutz gewinne nämlich nicht nur für BeWo zunehmend an Bedeutung: „Für die Mieter sind Umwelschutz und Energieeffizienz echte Entscheidungskriterien, wenn sie eine neue Wohnung suchen“, sagt Gerd Zander. Soll heißen: Je umweltfreundlicher eine Wohnung und je niedriger die Energiekosten, desto eher zieht ein neuer Kunde ein. Seit Ende 2009 stellt die BeWo für alle ihre Wohnungen „Energiepässe“ aus. Unsere Beiträge zum Klimaschutzsind ein echter Wettbewerbsvorteil am Markt“, sagt Zander.

An der Vieschstraße wurde ein Neubau ebenfalls mit Solarmodulen auf dem Dach ausgestattet. Die Anlage produziert Heiz- und Warmwasser für das Haus. „Dadurch sparen die Mieter bares Geld bei den Heizkosten“, so der BeWo-Chef. An der Arkonastraße 4 wurde eine Wärmepumpe verbaut. Ebenfalls mit dem Erfolg sinkender Heizkosten. Schon bald sollen große Teile des Wohnungsbestandes der BeWo in Rotensee mit Fernwärme aus Biogas versorgt werden. Das Gas, das in Rothenkirchen erzeugt werden soll, ist nicht nur besser für die Umwelt, sondern auch billiger für die Kunden. „All diese Investitionen können wir kaum auf die Kunden umlegen. Sonst würden die Mieten zu hoch werden.“ Zander versteht das Engagement im Klimaschutz daher als „langfristige Investition in die Zukunft des Unternehmens.“

Die BeWo wird Energie-Riese